Selbsthilfegruppe Adipositas Friedrichshafen

 Erfahrungsbericht  Magenband


Mein Name ist Ursula und über die Gründung einer  Adipositas Selbsthilfegruppe hier in Friedrichshafen, war ich sehr froh. Dort, bei den monatlichen Treffen, habe ich sehr viel über operative Möglichkeiten  der Adipositaschirurgie erfahren.

Das gab bei mir den Ausschlag auch darüber nachzudenken. Ich hatte ja  schon ALLES ausprobiert was es so gab - Mit dem Erfolg des Jo-Jo-Effekts!!

Bei meinem BMI 37 , Diabetes Typ2, Bluthochdruck, Rücken und Kniebeschwerden, war es an der Zeit, etwas dauerhaftes zur Gewichtsreduzierung  zu tun. Ich war in Gefahr gegen den Diabetes mit  dem „Spritzen“ anfangen zu müssen. Bei einem Anruf  meiner Krankenkasse habe ich erfahren, was  sie für Unterlagen und Atteste brauchen, um  meinen Antrag auf ein Magenband  zu bearbeiten.

Der Antrag wurde dann leider abgelehnt und ich musste  Widerspruch einlegen. Dieser führte dann zu einer ZUSAGE der  Kostenübernahme für  ein Magenband.

Seit  Januar habe ich ein Magenband und  damit bis Mai 10 kg abgenommen.

Damit abzunehmen - ich hatte es mir schneller und leichter vorgestellt.

Ja – ich habe nicht mehr so viel Hunger und esse auch sehr viel weniger, aber meine Süßigkeitengelüste sind geblieben. Nur morgens, direkt nach dem Aufstehen geht nichts runter - außer Flüssig, erst nach ca. 2 Std kann ich dann mein Müsli essen.  Essen und Trinken geht auch nicht mehr zusammen, soll man ja auch nicht mehr mit einem Magenband. Es sollten  immer ca. 30-60 Min. Zeit dazwischen sein.

Die Nahrung sehr sehr gut kauen, an das musste ich mich auch erst gewöhnen, denn sonst bekomme ich Schmerzen und es will alles wieder rückwärts raus. Einige Lebensmittel vertrage ich nicht mehr sehr gut, z.B. Weißbrot, Eiweißbrot, Rindfleisch.

Schokolade, Eis, Kekse, Torte kriege ich nach wie vor ohne Probleme gegessen. Wenn man aber  solche Genussmittel zu sich nimmt, nützt das Magenband auch nichts zur Gewichtsreduktion!! Diese Disziplin fehlt mir ab und zu – deswegen habe ich auch in den letzten 6 Wochen nichts mehr abgenommen. Trotz allem bin ich zufrieden mit meinem Magenband und würde es wieder machen lassen. Denn dieses Gewicht hatte ich schon lange nicht mehr und ich werde auch weiterhin daran arbeiten noch weitere Kilos zu verlieren.

 

 

Mein Name ist Willi, ich habe seit 3 Jahren ein Magenband und 45 kg mit deren Hilfe abgenommen.
Meine Erfahrungswerte halten sich in Grenzen was das Magenband angeht.
Es war vor 3 Jahren bestimmt das richtige Instrument, schon alleine weil auch Folgeerkrankungen durch das Übergewicht da waren und man doch zügig reagieren musste.
Ich hatte mich davor schon sehr viel erkundigt, um besser zu verstehen und zu begreifen wie denn eine solche OP wirkt. Und was diese denn auf den Nenner gebracht, bringt. Selbstverständlich gibt es auch Nachteile bei einem Magenband, doch diese war ich bereit einzugehen.
So habe ich mir einen Termin geben lassen in der Adipositas-Chirurgie um auch Nägel mit Köpfen zu machen.
Danach folgten Antrag bei meiner Krankenkasse und ein Termin beim Neurologen.
Ich bekam sehr schnell eine Zusage - innerhalb 14 Tage. Leider musste meine OP zweimal verschoben werden, wegen anderer medizinischen Gründe, aber dann beim drittenmal hat es dann doch funktioniert.
Die OP lief sehr gut und ich war nur wenige Stunden nach der OP im Klinikum,- so gut ging es mir.
Zu Anfang habe ich nur langsam an Gewicht verloren, ich glaube so an die 12 kg in den ersten 4-5 Wochen.
So blieb es eine Weile bis es zum ersten mal zur Nachuntersuchung ging und das Band nachgestellt ( geblockt) wurde.
Jetzt war es aber auch sehr viel schwerer Nahrung oder auch Flüssigkeit aufzunehmen. Immer wieder bekam ich Schmerzen im Brustkorb, so dass ich nach 2 Tagen eine erneute Korrektur vornehmen lassen musste.
Als sich alles wieder beruhigt hatte, wurde erneut geblockt (3 Wochen danach) und es kam hinterher deutlich zu einer sichtbaren Gewichtsabnahme.
Kurz nach meiner OP hatte ich auch eine Selbsthilfegruppe gegründet, die ich mit großer Freude parallel geleitet habe.
Als ich gut 20 kg verloren hatte , fühlte ich mich schon viel viel besser und auch meine Beweglichkeit und Aktivität nahmen wieder deutlich zu. Oft habe ich den Sitzungen der SHG erwähnt, das ich noch schneller und mehr Gewicht verlieren hätte können, ich aber auch nur ein Mensch bin , der hin und wieder sich den Genussmitteln hingegeben hatte , was ich keines Falls bereute.
Nun kamen auch die sogenannten Nachteile dieser OP immer mehr zum Vorschein bei mir und es fiel mir immer schwerer .......oft kamen mir Gedanken durch den Kopf mir das Magenband wieder öffnen zu lassen, denn mit einer wahren Esskultur hatte mein Leben nichts mehr zu tun. Immer öfters musste ich mich während der Mahlzeiten übergeben und es war auch mit Schmerzen verbunden. Oft ...ja sehr oft war ich nahe dran  meinen Mut zu verlieren, doch eines hat mich immer wieder weiter machen lassen -  und das war die SHG, die wie ich merkte, immer wichtiger wurde. Menschen, die das alles verstehen und selbst gegen den Feind " Übergewicht" kämpften. Gleichzeitig wollte ich auch als gutes Beispiel voran gehen.
Ich lerne viele Menschen kennen, Ärzte und vom Übergewicht Betroffene und ich habe auch an Fortbildungen teilgenommen.
Heute bin ich soweit und werde wohl aus gesundheitlichen Gründen in naher Zukunft einen Umbau auf einen Magenbypass machen lassen, um meine Lebensqualität zu erhalten.
Das Magenband ist zu meinem ständigen Begleiter geworden und es erinnert mich auch täglich an seine Funktion. Es war richtig diesen Weg zu gehen und ich würde es wieder tun, denn jetzt darf ich wieder richtig leben, was davor nur bedingt möglich war.................
Natürlich könnte ich jetzt noch mehr dazu schreiben, aber in der Kürze zusammengefasst, passt das so sehr gut. 

  

 

 

Erfahrungsbericht  MagenBypass

Hallo,

ich bin Ramona und seit meiner Kindheit übergewichtig. Es war klar, dass ich auf kurz oder lang etwas ändern muss und so hab ich mich über die verschiedenen OP Arten erkundigt, da ich es ohne eine OP nicht geschafft habe. Und ich habe wirklich viel ausprobiert. Nun,  schließlich hatte ich genug gelesen und einen Antrag gestellt, der wurde abgelehnt, da ich angeblich selbst noch nicht genug getan hätte um Gewicht zu reduzieren. Ich war, wie man sich vorstellen kann, ziemlich gefrustet und hab noch mal an Gewicht  zugelegt .Der Arzt hat mir dann geraten, mich dem Schicksal zu fügen und zu tun was die Krankenkasse von mir will. Nämlich Ernährungsberatung und Sport für mindestens 6 Monate. Ich hab beides ein Jahr gemacht, dann ein Jahr gewartet und mich nochmal über alles informiert. Inzwischen wog ich bei einer Größe von 165cm 163,8kg (BMI 61).

Dann stand der Entschluss – ich wollte einen Magen Bypass. Darüber hatte ich mehr positives gehört wie über das Magenband. Aber die drei ausschlaggebenden Punkte bei mir waren:

1. ich wollte keinen Fremdkörper in mir haben

2. ich wollte nicht alle drei Monate mit einer Nadel gepikst werden

3. bei einer möglichen Schwangerschaft sollte sich mein Kind nicht um einen Schlauch wickeln können.

Der Arzt hatte meinen Entschluss begrüßt und so stellte ich einen zweiten Antrag, der binnen 27 Tagen genehmigt war.

Am Freitag, den 13. Januar 2012 wurde ich dann schlussendlich im Krankenhaus Friedrichshafen operiert. Über die OP an sich kann ich nicht viel erzählen, da wird man ja „lahm“ gelegt. Ich erinnere mich erst wieder als ich aufgewacht bin und meine Familie bei mir war. Ich lag auf der Intensivstation und es piepste überall, aber mir ging es gut. Ich hatte nicht mal Schmerzen. Das einzige was ich hatte, war ein verdammt trockener Mund.

Am anderen Morgen wurde ich dann schon in mein Zimmer verlegt.

Ich hatte keine Schmerzen, aber mir wurde auch schon die Galle entfernt und die Narben sind ziemlich gleich. Von daher wusste ich auch was auf mich zukommt an Schmerzen. Wenn es nach mir gegangen wäre, hätte ich nach kurzer Zeit schon auf die Schmerzmittel verzichtet. Nach drei Tagen haben ich dann wenigstens nur noch abends eins bekommen.

Mein Bauch war von Anfang an weich, keine Verhärtungen. Zwei Tage lang durfte ich nur Tee trinken. Dann bekam ich Suppe. Davon konnte ich 3 Löffel essen und dann war gut.

Ich habe meine Entscheidung bis heute nicht bereut und ich würde sie auch wieder und wieder und wieder treffen. Heute (Juni 2012) ist die OP 21 Wochen her und ich habe jetzt 30 kg abgenommen. Natürlich könnte es schneller gehen, aber das will ich gar nicht. Wenn es weiter in dem Tempo geht, hat meine Haut die Chance sich zurück zu bilden und mein Kreislauf macht dann auch mit.

Ich habe auch keine Probleme mit dem Essen. Gut, im Moment vertrage ich kein Fleisch, davon bekomme ich Bauchweh. Hackfleisch geht gut. Aber ansonsten kann ich alles essen. Paprika, Tomaten, Gurke und Apfel sogar mit Schale.

Meine Portionen sind kleiner geworden. Ich schaff auch nicht mehr die Menge an Flüssigkeit die ich vor der OP getrunken habe, aber auf meine 1,5 bis 2 Liter komm ich fast jeden Tag.

 

 

 

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